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weitere Projekte:

LUKO Kartoffelprojekt Kosovo (übergeben Februar 2007)

Projektbeginn war 2003. Finanziert wurde das Projekt von der Luxemburger Regierung; geleitet von der Schweizer NGO IDEAS. Partner sind produzierende Bauern und Bauernverbände. Der Projektname leitet sich von „Luxemburg-Kosovo“ her. Technische Unterstützung und Beratung kamen vom Schweizer Landwirtschaftsinstitut Reckenholz, Zürich, der Hochschule für Lebensmitteltechnologie Wädenswil und von Schweizer Kartoffelchips-Produzenten.

Am 13.Oktober 2004 erhielt die LUKO Potato Company Inc. von der Gemeinde Istog die Lizenz zur Produktion und Verkauf von Kartoffelchips made in Kosovo. LUKO ist das einzige Projekt seiner Art und war (vor Behinderung durch Behörden) das erste im Kosovo überhaupt, das sich speziell mit marktorientiertem Kartoffelanbau und Verarbeitung zu Kartoffelchips befasst. In den 2 Phasen von Januar 2003 bis Dezember 2006 wurden insgesamt (inkl. Betreuung) rund € 1.1 Mio investiert.

Im April 2003 wurde in der Gemeinde Gurrakoc/Istog ein geeignetes Gebäude von der KTA geleast, das zuerst repariert und in Stand gesetzt werden musste. Der Kartoffelanbau für die Produktion begann im Jahr 2003 mit 100t Kartoffeln. Zeitgleich wurde die gesamte Maschinenlinie für die industrielle Kartoffelchipsproduktion in Brasilien gekauft.     
Die Linie ist halbautomatisch, das heisst, gewisse Bereiche wie Temperatur, Backzeit, Packungsgrösse, Maschinen­geschwindigkeit usw., werden elektronisch kontrolliert. Die Linie hingegen wird manuell befüllt, und es gibt immer wieder manuelle Bedienschritte.                 
Die Mechanik ist einfach und kann ohne besondere Ausrüstung vor Ort instandgehalten und repariert werden. Mit der semiautomatischen Produktionslinie kann eine ganze Anzahl ungelerntes Personal beschäftigt werden. Eine vollautomatische Linie wäre viel teurer, und es wäre weniger, dafür qualifizierteres Personal nötig. Letzteres ist in Kosovo kaum zu finden.

Das Projekt ist in den meistversprechenden Sektoren angesiedelt: der Landwirtschaft und der Lebensmittelherstellung. Und innerhalb der Landwirtschaft zielt es auf den Kartoffelanbau, da dieser im Kosovo sehr viel ungenutztes Potential hat. Das Klima und die Böden sind geeignet, doch müssen neue Sorten eingeführt und Anbau und Bewässerung verbessert werden. 
Ziel war, produktive Arbeitsplätze zu schaffen und den Bauern neue Absatzkanäle für Kartoffeln zu zeigen. Dabei sollten auch neue Produktions- und Qualitätskriterien zum Tragen kommen. LUKO sollte zeigen, dass eine wettbewerbsfähige Produktion im Kosovo mit vergleichsweise geringem Budget möglich und machbar ist.

Die kosovarischen Konsumenten fordern Qualität, tiefe Preise und Prestige. Fast alles auf dem Markt ist Importware. Eine Inlandsproduktion und entsprechende Erfahrung existieren praktisch nicht. Wir vom LUKO Projekt wie auch die produzierenden Landwirte nahmen dies als herausfordernde Aufgabe.

Um konkurrieren zu können, müssen die Bauern mehr Anstrengungen und Aufmerksamkeit entwickeln, und ihre Anbautechniken verbessern. Wenn diesbezügliche Innovationen, besonders in Bezug auf Qualität, nicht bald eingeführt werden, wird die kosovarische Landwirtschaft weiterhin nicht wettbewerbsfähig sein.

Situation Ende 2006:

Chancen

Herausforderungen und Risiken (in Reihenfolge der Dringlichkeit)

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