Was
ist IDEAS ?
IDEAS
bedeutet "Independent Development Experts Association";
Verband unabhängiger Entwicklungsexperten. IDEAS ist ein
eingetragener Verein nach schweizerischem Recht, Art. 60ff ZGB.
Was
sind die Ziele von IDEAS?
Ziele
von IDEAS sind die Sicherung und Steigerung von Qualität,
Transparenz und Akzeptanz der Entwicklungszusammenarbeit sowie die
Belebung der entwicklungspolitischen Diskussion. IDEAS will
entwicklungspolitische Fragen neu stellen und der
Öffentlichkeit nahebringen.
Wie
arbeitet IDEAS?
- Entwicklungsarbeit soll unabhängig durchleuchtet,
Erfolge wie Fehlleistungen sollen zum Thema gemacht werden.
- Von professionellen Teams sollen Fakten, Erfahrungen
Betroffener, Erfolgsindikatoren im Audit-Verfahren gesammelt und
analysiert werden.
- Es sollen Lernprozesse in Gang gebracht werden, die dabei
helfen, Entwicklungsfragen besser zu verstehen und zu lösen.
- Es sollen Kriterien zur Bestimmung und Bewertung von
Entwicklungszielen weiterentwickelt oder geschaffen werden.
- Erfahrungen und Konzepte sollen in Pilotprojekten
angewendet und verbessert werden.
IDEAS wird sich zunächst vor allem mit der Arbeit
schweizerischer EZA-Organisationen auseinandersetzen. Da auch anderswo
aktuell, soll die Idee international verankert werden.
Welcher
politischen Gruppierung steht IDEAS nahe?
Keiner.
Der Verein ist von wirtschaftlichen, parteipolitischen und
religiösen Gruppierungen unabhängig. IDEAS ist keiner
Interessengruppierung irgendeiner Art verpflichtet. IDEAS ist eine
moderne NGO (Nichtregierungsorganisation), und will im Gegenteil
über solche Interessen hinaus einer breiten
Öffentlichkeit neue Impulse geben.

Die Vorstandsmitglieder von IDEAS 2008:

|

|
Elvira Prohaska
Präsidentin IDEAS
|
Dipl. Hebamme HF mit Ethnologiestudium
Uni Zürich;
Zürich
Jg 1955
Berufstätig in Zürich seit 1983
3 Jahre EZA Kosovo |
|
|
Jan Stiefel
Vorstandsmitglied und Sekretariat
Projektleiter AidRating |
Dipl.
Ing. Agr. ETHZ;
Winterthur
Jg 1950
Leitung div. Entwicklungsprojekte
und Planungs- Evaluations- Beratungsmissionen seit 1982 in Afrika,
Asien, Lateinamerika, Osteuropa |
|
|
Richard Eberlin
Vorstandsmitglied
|
Dr.
oec. ETHZ, Agrarökonom, Budapest
Jg 1957
Entwicklungsprojekte seit 1984 in Zentral- und Lateinamerika; Missionen
in Afrika, Lateinamerika; FAO Osteuropa/GUS
|
|

|
Gregorio Graf
Vorstandsmitglied
|
IT-Spezialist,
Wil SG
Jg 1960
6 Jahre
Projektleiter Kolumbien
|
Wozu
braucht es IDEAS?
Nach
dem Ende der Kolonialzeit vor rund dreissig Jahren wuchs in den
Industrieländern das Bedürfnis, den
"rückständigen" Völkern des Südens
scheinbar "überlegene" Technologien und Gesellschaftsmodelle
nahezubringen. Diese Tätigkeiten waren teils von
Eigeninteressen bestimmt, teils waren es vereinfachte Vorstellungen der
eigenen vermeintlichen Überlegenheit. "Helfen" wurde
später zu "Technologie-Transfer" und "Hilfe zur Selbsthilfe".
Heute zeigt sich, dass die Verhältnisse weit komplizierter
sind. Und mag man sich wundern, dass viele Länder trotz
reichlicher "Hilfe" immer noch in Armut verharren oder dorthin
zurückfallen, während andere, die keine oder wenig
Unterstützung bekamen, Fortschritte zu machen scheinen.
Es gibt also zu lernen. Die jetzigen Formen der Zusammenarbeit zwischen
reichen und armen Ländern sind noch immer etwas relativ neues
und oft umstrittenes. Und doch ist die Zusammenarbeit etwas sehr
notwendiges, auch für uns selber. Denn wir
sollten nicht vergessen, dass nirgends auf der Welt Entwicklung
wirklich abgeschlossen ist und alle in Entwicklungsländern
leben, auch wir.
Entwicklungszusammenarbeit betrachten wir als eine langfristige
Aufgabe, die sich weiterentwickeln sollte. So braucht es auch neue
Instrumente, um aus Erfahrungen zu lernen und Verdienste und
Fehlleistungen nüchtern festzustellen. Dies ist keine Aufgabe,
die man an eine Institution delegieren kann, wo sie dann "verwaltet"
wird. Sowohl als Gesellschaft als auch als Einzelne können wir
daran wachsen. Wir halten den Ansatz einer unabhängigen NGO
dazu für besonders geeignet. IDEAS will durch
unabhängigen Einblick, Faktenauswertung und
öffentliche Diskussion ein solches Instrument etablieren.
Was
bedeutet das IDEAS-Emblem?
Das
IDEAS-Emblem stellt die Welt gemäss der Wegenerschen
Kontinentaldrifttheorie zu einer Epoche vor Jahrmillionen dar, bevor
sich die Kontinente auseinanderbewegten. Wir sehen darin ein Symbol
dafür, dass
- alle Erdteile und damit wir alle auf gemeinsame
Ursprünge zurückblicken
- die Welt ohne Wandel nicht möglich ist. Und Wandel
bringt neue Aufgaben und erfordert neue Ideen.
Die
Gründung am 22. Juli 1994

Die
Gründungsmitglieder (von links nach rechts):
Daniel Stiefel - Kunstmaler, Jan Stiefel - Agronom, Thomas Waldmeier -
Agronom, Mimi Trüssel - Grafikerin,
Katherine Timmel - Biologin